Dieses Projekt zeigt, dass durch eine gute Planung mit Sanierungsfahrplan, die Kombination verschiedener Förderprogramme und die Umstellung auf erneuerbare Energien eine wirtschaftlich und energetisch sehr sinnvolle Gesamtsanierung eines Mehrfamilienhauses im Rahmen der Altbausanierung umgesetzt werden kann.
Im Rahmen der energetischen Sanierung eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten wird das Gebäude umfassend modernisiert und auf eine erneuerbare Energieversorgung umgestellt. Grundlage der Maßnahmen ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP), der vorab im Rahmen der von uns angebotenen Energieberatung erstellt wurde. Die Altbausanierung spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Durch den individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöhen sich die förderfähigen Kosten pro Wohneinheit von ursprünglich 30.000 € auf 60.000 €. Gleichzeitig steigt der Fördersatz von 12 % auf 20 %. Insgesamt können förderfähige Kosten von 180.000 € pro Wohneinheit angesetzt werden, was einer möglichen Fördersumme von 36.000 € je Wohneinheit entspricht. Diese Möglichkeiten sind besonders relevant für die Altbausanierung.
Im Zuge der Sanierung wird das Dach vollständig erneuert und das zweite Dachgeschoss zu Wohnraum ausgebaut. Zusätzlich werden sämtliche Fenster im Gebäude ausgetauscht, die Außenwände bleiben jedoch ungedämmt. Die alte Ölheizung wird vollständig zurück gebaut und durch zwei Wärmepumpen sowie eine separate Brauchwasserwärmepumpe ersetzt werden. Alte Heizkörper werden entfernt und durch eine Fußbodenheizung in allen 3 Wohnungen ersetzt, um niedrige Vorlauftemperaturen und einen effizienten Wärmepumpenbetrieb zu ermöglichen. Der Heizungstausch wird separat über die Förderung für den Heizungsaustausch, ebenfalls mit einem hohen Förderanteil.
Ergänzend zur neuen Heiztechnik wird eine große Photovoltaikanlage mit Batteriespeichern installiert. Dadurch kann ein hoher Anteil des im Gebäude benötigten Stroms selbst erzeugt und direkt vor Ort genutzt werden, insbesondere für den Betrieb der Wärmepumpen. Das Gebäude erreicht damit einen sehr hohen Anteil an Eigenversorgung und reduziert die laufenden Energiekosten sowie die CO₂-Emissionen deutlich.
Eine wirtschaftliche Sanierung mit hohem Einsparpotential und hoher Fördersumme.